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IL-Tresen #3 – Was ist heute noch antagonistisch?

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Die Zeiten haben sich geändert. Die Studentenbewegung der 68er, die militanten Strukturen der 70er und 80er Jahre, autonome Hausbesetzer*innenbewegung und nicht zuletzt der militante Antifaschismus der 90er Jahre, sie alle sind – um es platt auszudrücken – Geschichte. Geblieben ist der Anspruch einer radikalen Linken, unversöhnlich und als antagonistischer Gegenspieler den bestehenden Verhältnissen gegenüber zu stehen. Doch (um es mit den Worten unserer Frankfurter Genoss*innen auszudrücken):

„Die geographische Mehrheit der radikalen Linken hat jahrelang in der verhältnismäßig privilegierten Position gelebt, […] dass uns, trotz oder gerade wegen unseres politischen Engagements, Türen offen und Gelder für Großkampagnen zur Verfügung standen – und in gewissem Umfang individuelle Karrierewege nicht nur trotz, sondern manchmal sogar wegen einer Phase des Aktivismus zwischen dem 20sten und 30sten Lebensjahr möglich waren.“

Mit der Verschiebung des gesellschaftlichen Diskurses nach rechts, stehen diese linksradikalen Privilegien jetzt im Fokus. Wir wollen dabei zwei Phänomene betrachten und diskutieren. Zum einen wird die radikale Linke mit der Wahrung des Bestehenden gleichgesetzt und nicht als Gegenspieler des kapitalistischen Systems erkannt. Ihre Politik stellt keine Option für Menschen dar, die nicht über die eigene Szene politisiert werden oder deren Lebensrealität sich über die Jahre verändert hat. Zum anderen folgt auf einen radikalen Aktivismus in jüngeren Jahren häufig der Übergang ins Private und/oder in etablierte Organisationen, Gewerkschaften und Parteien. Damit scheint sich die äußere Betrachtung zu bestätigen, dass der antagonistische Anspruch nicht authentisch ist, da er einfach aufgegeben werden kann.

Deswegen fragen wir uns, wie sieht unter den gegeben Umständen antagonistische Politik aus? Wie kann eine radikale Linke authentisch für einen Bruch mit einem System stehen, von dem sie derzeit selbst profitiert? Inwieweit ist in linksradikalen Zusammenhängen das private noch politisch und fängt nicht genau hier eine nachhaltige, antagonistische Politik an? Wie muss kollektives Leben und Handeln gestaltet werden, um als Perspektive aus der Vereinzelung in der neoliberalen Gesellschaft begriffen zu werden?

Diese und tausend weitere Fragen stehen im Raum, lasst uns darüber diskutieren. Kommt zum IL-Tresen am 18. Mai 2018, um 19 Uhr ins Soziale Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn).

Die Organisierte Linke Heilbronn (IL) lädt zum IL- Tresen! Jeden dritten Freitag im Monat kommen wir im Sozialen Zentrum Käthe zusammen. Gemeinsam mit euch wollen wir über aktuelle Themen diskutieren, einen Blick in die Vergangenheit werfen, uns an der Leinwand der Utopie austoben und uns über die Grenzen des eigenen politischen Horizonts hinweg austauschen.

Einführung in den Anarcho-Syndikalismus

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delegation-fahnenMit dem Anarcho-Syndikalismus fand die freiheitliche Richtung des Kommunismus aus der ersten Internationalen den Anschluss an die Moderne. Auf allen Kontinenten entwickelte er im 20. Jahrhundert Massenbewegungen und konnte in einigen Ländern revolutionäre Situationen erfolgreich erkämpfen. Doch was steckt hinter dem etwas klobigen Begriff? Die auch als Revolutionärer Syndikalismus bezeichnete Strategie ist in erster Linie eine direkt der Arbeiterbewegung entspringende Form einer revolutionären Gewerkschaft, die von unten nach oben organisiert und der internationalen Solidarität verpflichtet ist. Sie bietet auf der einen Seite erprobte Mittel und Werkzeuge um sofortige Besserungen in den Betrieben zu erkämpfen, nämlich die der direkten Aktion. Auf der anderen Seite bietet der Anarcho-Syndikalismus eine konkrete revolutionäre Perspektive, nämlich die des freiheitlichen oder libertären Kommunismus: Die klassen- und staatenlose Gesellschaft.

Dienstag, 29. Mai 2018 | 19.30 Uhr
Soziales Zentrum Käthe (Wollhausstr. 49, 74072 Heilbronn)
Eintritt frei!

Eine Veranstaltung mit der Freien Arbeiter*innen-Union (FAU) Stuttgart.

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Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Stadtpolitik

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Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Strategien einer neuen Stadtpolitik mit Akivist*innen der Interventionistischen Linken (iL) Tübingen.

Tübingen macht es vor. Während die Heilbronner Stadtpolitik ihre Augen vor der sich stetig verschärfenden Wohnungsproblematik verschließt, hat die Stadt Tübingen bereits vor Jahren eine Gegenoffensive gestartet. Neben Instrumenten wie der Einrichtung städtebaulicher Entwicklungsbereiche, Bürgerbeteiligung und das Modell der Baugruppen, setzen die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften Tübingens in den letzten Jahren wie in keiner anderen Stadt in Baden- Württemberg Landesmittel zum Bau von Sozialwohnungen ein. Im Zuge der Innenentwicklung entstanden somit auf freien Flächen meist alltagstaugliche Quartiere mit zentralen öffentlichen Plätzen, Nutzungsmischung von Gewerbe und Wohnen und sozialer Mischung von Eigentums- und Sozialwohnungen.

Das sogenannte „Tübinger Modell“ scheint – vor allem aus Heilbronner Perspektive – ein recht progressives stadtpolitisches Programm zu sein. Doch trotz des guten Ansatzes sind die Mieten in Tübingen von 2012- 2016 um 16,6 % gestiegen (vgl. Heilbronn: 22,4%). Der soziale Wohnungsbau der Stadt deckt auch hier nicht den Bedarf und nimmt insgesamt betrachtet ab. Wie auch in Heilbronn gibt es mehr als genug Luxusimmobilien bei gleichzeitigem harten Konkurrenzkampf um günstigen Wohnraum.

Diese ähnlichen Entwicklungen, trotz der unterschiedlichen Herangehensweisen, nehmen wir zum Anlass genauer hinzuschauen. Gemeinsam wollen wir bei der Veranstaltung „Heilbronn anders machen!“ mit den Referent*innen der Interventionistischen Linken Tübingen (iL) einen Blick auf das „Tübinger Modell“ und dessen Grenzen werfen. Wie sehen konkrete Projekte aus, deren Umsetzung eine nachhaltige Veränderung der Stadtentwicklung mit sich bringen? Welche Strategien braucht es, in Anbetracht der immer weiter steigenden Miet- und Immobilienpreise? Wie kann eine andere Stadt, eine Stadt von unten und für alle konkret aussehen?

Kommt vorbei und diskutiert gemeinsam mit uns. Los geht’s am 26. April 2018, um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe, Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn. Eine Veranstaltung der Organisierten Linken Heilbronn (IL)

1. Mai Fest 2018 | 13 Uhr | Soziales Zentrum Käthe

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maiflyer_vorderseite_druckTraditionell gehen am 1. Mai viele lohnabhängige Menschen auf die Straßen und demonstrieren für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, gegen Ausbeutung und Unterdrückung und für ein solidarisches Miteinander. Auch in Heilbronn demonstrieren seit Jahren viele Menschen am internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklasse für ihre Rechte.

Wie schon in den letzten Jahren wird es auch am 1. Mai 2018 im Anschluss an die DGB-Demonstration wieder das 1. Mai Fest im Sozialen Zentrum geben. Wir laden alle herzlich ein, diesen Tag im Rahmen unseres Festes gebührend mit uns zu feiern. Mit einem bunten Programm ist für Unterhaltung, Information und das leibliche Wohl gesorgt.

Programm:

  • Workshop des Frauencafé zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“
  • Hausführungen und Vorstellung des Sozialen Zentrums
  • Live Musik mit Kleister (www.kleisterrap.de)
  • (veganes) Essen und Trinken
  • Infostände

1. Mai Fest 2018 | 13 Uhr | Soziales Zentrum Käthe

Wollhausstr. 49, 74072 Heilbronn

Katalonien im Umbruch – Vortrag und Diskussion mit Ralf Streck

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Demokratie- oder Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien? Spätestens mit der Festnahme des „legitimen“ katalanischen Präsidenten Carles Puigdemont in Schleswig-Holstein, sind die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland deutlich geworden. Zuvor hatte vor allem das Referendum im vergangenen Oktober und die Reaktionen des spanischen Staates für Schlagzeilen gesorgt: Aussetzung der Autonomie, Zwangsverwaltung aus Madrid, Absetzung der Regierung und Verhaftung von Aktivist*innen und Minister*innen, immer neue Anklagen wegen „Rebellion“. Auch die von Spanien angeordneten Zwangswahlen haben an den Mehrheitsverhältnissen in Katalonien nichts geändert.

Doch warum wollen so viele Katalan*innen die Unabhängigkeit vom spanischen Staat? Was erhoffen sie sich davon? Wie ist die Bewegung für die Unabhängigkeit aufgestellt? Geht es um Nationalismus, oder um Fragen von Demokratie, Selbstbestimmung und Antifaschismus, angesichts der massiven Demokratiedefizite im post-faschistischen Spanien?

Ralf Streck verfolgt als Journalist seit vielen Jahren die Entwicklung in Katalonien und hat die umwälzenden Ereignisse der letzten Monaten auch vor Ort verfolgt. Er wird über die Hintergründe, die aktuelle Situation und die mögliche Zukunft berichten.

Veranstaltung „Katalonien im Umbruch – Vortrag und Diskussion mit Ralf Streck“

02. Mai 2018 | 19.30 Uhr | Soziales Zentrum Käthe

Antifa-Abend

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Der Antifa-Abend ist eine Anlaufstelle für alle die sich gegen Nazis und Rassisten engagieren wollen. In offener Runde informieren wir über antifaschistische Mobilisierungen, planen gemeinsam Aktionen und diskutieren über rassistische Aktivitäten in unserer Region. Wer mit uns gegen Rassismus und Faschismus aktiv werden will, ist herzlich willkommen!

Jeden 2. Dienstag im Monat um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn).

Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam aktiv werden!

Weitere Infos auf Facebook oder auf der Homepage der Organisierten Linken Heilbronn (IL)

Was ist eigentlich Feminismus?

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Es existieren viele Mythen über den Feminismus: Er sei „männerfeindlich“, wolle eine Herrschaft der Frauen* über die Männer* bewirken, würde vermeintliche Unterschiede zwischen Frauen* und Männern* verstärken, statt zu reduzieren. Gerade in der letzten Zeit wird Feminismus immer wieder als Begründung für rassistische Argumentationen missbraucht. Oder er wird reduziert auf den bürgerlichen Feminismus einer größtenteils weißen und deutschen Mittelschicht. Doch Feminismus ist mehr. Feminismus hat eine lange historische Tradition. Femininstische Bewegungen existieren überall auf der Welt. Feminismus ist nicht der Kampf weißer, wohlhabender Frauen* für ihre Rechte, sondern ein Kampf um die Befreiung aller Menschen vom Sexismus und von den Zwängen der Geschlechter.

Eine Referentin der Antifa-Jugend Göttingen wird uns einen Überblick über die Geschichte des Feminismus und wichtige Denkerinnen und ihre Theorien geben. Im Anschluss wollen wir über Ansatzpunkte für aktuelle feministische Kämpfe diskutieren.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kampagne der Organisierten Linken Heilbronn (IL) und des Frauencafé Heilbronn zum Frauenkampftag 08. März 2018 statt.

 

Vernissage: Freiheit in Deutschland – Fotografien zu Flüchtlingssituationen

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In den letzten Monaten hat Getup Heilbronn eine Ausstellung entwickelt, welche noch bis Ende Februar jeden Mittwoch von 18 bis 21 Uhr und freitags von 19 bis 22 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe betrachtet werden kann.

 

In den letzten Monaten hat Getup Heilbronn eine Ausstellung entwickelt, welche am Samstag, 13. Januar um 17 Uhr mit einer kleinen Vernissage im Sozialen Zentrum Käthe eröffnet wird. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.

Das Fotoprojekt von „Get Up! Heilbronn*“ zeigt eine Annäherung an verschiedene Flüchtlingssituationen in Heilbronn und Umgebung. Es ging um das Erfassen unterschiedlicher Empfindungen angesichts der ungeklärten Situation, in der sich noch viele Flüchtlinge befinden. Außerdem beleuchtet Sie verschiedene Perspektiven auf Themen wie Zukunft, Orientierung, Entscheidungsfreiheit, Identität, Wohnsituation, Teilhabe und Ausgrenzung.

Weitere Infos hier.

 

 

Was geht in Katalonien? Reisebericht und Diskussion

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In Katalonien wurde am 1. Oktober über die Unabhängigkeit der Autonomie-Region von Spanien abgestimmt. Die Lesarten des Konflikts um das Referendum könnten unterschiedlicher kaum sein. Während die spanische Regierung das Referendum für illegal erklärt hat und mit allen Mitteln verhindern wollte, spricht die katalanische Regierung von einem demokratischen Recht auf Selbstbestimmung. Als Reaktion auf die massive Gewalt der spanischen Guardia Civil fand am 3. Oktober in ganz Katalonien ein Generalstreik statt. Mitglieder der Organisierten Linken Heilbronn (IL) waren vor Ort, haben das Referendum beobachtet, sich am Generalstreik beteiligt und mit verschiedenen Akteur_innen der linken Unabhängigkeitsbewegung getroffen.

In einem Reisebericht werden sie ihre Erfahrungen schildern und es gibt Raum für gemeinsame Diskussion. Los geht’s am Freitag, 13. Oktober 2017 um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn).

Lieber brunch ich als G20!

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Spring nosh-upDer G20-Gipfel liegt einige Monate zurück. Viel wurde darüber berichtet, Positionen ausgetauscht, Meinungen gebildet und auch die ersten Verfahren gegen Genoss*innen wurden im Eiltempo durchgezogen. Wir wollen mit etwas Abstand in lockerer Atmosphäre wieder einen Blick auf die Tage in Hamburg werfen. Was waren unsere Erlebnisse, was sind die Einschätzungen zu den Folgen der medialen Berichterstattung, was wird bleiben von den Aktionen, wie weiter nach #NoG20 Hamburg?

Für alle die nicht dabei sein konnten oder wollten ist das auch der Ort die Diskussion zu suchen und einen Austausch zu den verschiedenen Standpunkten zu ermöglichen. Es gibt nicht die eine Wahrheit in Bezug auf Hamburg, umso wichtiger ist der gemeinsame Diskurs.

Wir beginnen ab 10 Uhr mit dem Mitbring-Brunch. Das Essen ist gegen Spende erhältich. Alles Geld was gespendet wird geht an von Repression betroffene Genoss*innen. Kommt vorbei und lasst uns diskutieren!

Sonntag, 8. Oktober 2017 // ab 10.00 Uhr // Soziales Zentrum Käthe

Veranstaltet von: Organisierte Linke Heilbronn (IL)

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