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Der lange Konflikt Israel – Palästina. Wie kann es Frieden geben? Ein internationalistischer Lösungsvorschlag

Die Lage in Israel und Palästina ist kompliziert und verworren. Der Konflikt dauert schon lange und erscheint immer auswegloser. Beide Seiten haben berechtige Ansprüche, können und wollen aber nicht zu einer Lösung finden. Wer hat (mehr) Recht? Wem gehört das “Heilige Land”? Deutschland ist durch den Holocaust auf eigene Weise in den Konflikt verstrickt. Die israelische und die palästinensische Gesellschaft sind grundverschieden, die friedliche Entwicklung beider Gesellschaften wird durch den Konflikt blockiert. Die Debatte wird in der Regel mit vielen Emotionen geführt, was nicht selten zu recht seltsamen Haltungen führt: von bedingungslos pro- israelisch bis vorbehaltlos pro- palästinensisch.

Theodor Bergmann setzt hier an mit der Analyse eines kritischen Kommunisten: keine Gemeinsamkeit mit den (eigenen) Herrschenden, nationale Unabhängigkeitsbewegungen sind nach ihrem sozialen “Inhalt” zu beurteilen, nicht jeder Gegner der kapitalistischen Führungsmächte ist deshalb schon fortschrittlich. Und: Unterstützung derjenigen Kräfte bei Palästinensern und Israelis, die für einen Frieden arbeiten.

Zur Person:

Theo Bergmann wurde 1916 als siebter Sohn eines Berliner Rabbiners geboren, trat 1927 dem Jungspartakusbund und dem Sozialistischen Schülerbund bei, 1929 der KJD-O, der Jugendorganisation der KP- Opposition. 1933 floh er über das Saarland ins damalige Palästina, wo er u.a. in einem Kibbuz arbeitete; von dort ging er 1935 in die Tschechoslowakische Republik. Nach dem Münchner Abkommen 1938 floh er weiter nach Schweden, wo er die KP- Opposition unterstützte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1946 studierte er Agrarwissenschaften; Promotion 1955 an der Universität Hohenheim, 1968 Habilitation und ab 1973 Professur für vergleichende Agrarpolitik. Nach seiner Emeritierung 1981 widmete sich Theodor Bergmann der Geschichte der Arbeiterbewegung und der KP-O. Er gehörte zu den leitenden Mitgliedern der KP-O- Nachfolgeorganisation “Gruppe Arbeiterpolitik”. Er war ab 1990 Mitglied der PDS und ist seit 2007 Mitglied der Partei Die Linke. Bergmann ist Autor, Herausgeber und Übersetzer von 50 Büchern zur Agrarpolitik und zur Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung.

Publikation zum Thema: T. Bergmann, Der 100-jährige Krieg um Israel. Eine internationalistische Position zum Nahostkonflikt. VSA Verlag 2011.

Mittwoch, 2. Juli 2014 | 19.30 Uhr | Soziales Zentrum Käthe | Wollhausstr. 49 Heilbronn

Eine gemeinsame Veranstaltung von Organisierte Linke Heilbronn (OL) und Die Linke Kreisverband Heilbronn

Sommerfest 2014

Am Samstag, den 13. September 2014, feiern wir mit einem großen Sommerfest das einjährige Bestehen unseres selbstverwalteten linken Zentrums in Heilbronn. Alle Freundinnen, Unterstützer und Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Im Haus und in unserem Innenhof erwarten euch ab 15.00 Uhr:

– Kaffee, Kuchen und leckeres veganes Essen
– Vegane Milchshakes
– Kinderspielecke
– Stellwände zur Entstehung des Projekts und politischen Aktionen in
Heilbronn
– Live Graffiti

Live Musik von:
– Ell `n` Wood (Acoustic Country Punk)
– T-KILLAS (Ska)
– Freier Chor Heilbronn (Arbeiterlieder)

13. September 2014 | 15.00 Uhr | Soziales Zentrum Käthe | Wollhausstr. 49 | 74072 Heilbronn

Sklav*innen des 21. Jahrhunderts – Textilproduktion in Südasien und unsere Fußgängerzonen in Deutschland

Es brauchte Brände und Einstürze von Fabrikgebäuden mit fast 2000 Toten, damit die Vorhölle sichtbar wurde, in der seit Jahren schon unsere Jeans und T-Shirts produziert werden. Die Firmen, auf deren Rechnung da gestorben und tagtäglich hunderttausendfach gelitten wird, sitzen in unseren Fußgängerzonen: C&A, KiK, NKD, Adler, Mango, H&M, Benetton, Primark u.v. a.

Sie versprachen Entschädigungen – und verschleppen die Verhandlungen um Höhe und Auszahlung. Sie schlossen eilig ein Brandschutzabkommen ab – das nur wenige Tränen wegwischen wird. Dass Ende September 250.000 Arbeiter*innen für mehrere Tage durch die Hauptstadt Bangladeschs strömten, sich Straßenschlachten mit der Polizei lieferten und Fabriken anzündeten, war in Deutschland dann schon wieder keine Meldung wert. Was also bleibt zu tun, jetzt, wo wir den Preis kennen, den andere für unsere Kleidung zahlen? Was kann in kurzer Frist erreicht werden, was könnte langfristig zumindest vorbereitet werden? Und was hat das eigentlich, im Horizont unseres Lebens hier, mit unserem Alltag zu tun?

Thomas Seibert ist Südasien-Referent von medico international in Frankfurt

14. Mai 2014 | 19:30 | Soziales Zentrum Käthe Heilbronn

Die Veranstaltung wird organisiert vom Blockupy-Bündnis Heilbronn

Antifa-Soli-Hardcore-Show

Live im Gewölbekeller des SZ Käthe:

– Wølfenstein (Stuttgart)
– Sullen walk (Mannheim)

5 € Eintritt

Einlass ab 19.30 Uhr

16. Mai 2014 | Soziales Zentrum Käthe | Wollhausstr.49 | 74072 Heilbronn

1. Mai-Fest 2014

Der 1. Mai hat als Kampftag der Arbeiter*innenklasse eine lange Tradition. Weltweit gehen Millionen von Menschen auf die Straße und demonstrieren gegen Ausbeutung, Krieg und Unterdrückung. Auch die Forderung nach einer ganz neuen, solidarischen Gesellschaftsordnung gehört seit 1889 fest zum 1. Mai.

Es ist aber auch ein Tag, an dem wir zusammen kommen, uns austauschen, kennen lernen und gemeinsam feiern.

Nach der Beteiligung an der Heilbronner Gewerkschaftsdemonstration findet im Sozialen Zentrum Käthe in der Wollhausstraße 49 ein großes und buntes Fest statt, zu dem alle herzlich eingeladen sind.

 

Im Haus und im Innenhof erwarten euch:

  • Leckeres Essen & Trinken
  • Live-Musik
  • Freier Chor Heilbronn
  • Infostände

1. Mai 2014 in Heilbronn:

10.30 Uhr | Antikapitalistischer Block DGB-Demo, Busbahnhof Karlstr.

13.00 Uhr | 1. Mai-Fest im Sozialen Zentrum Käthe, Wollhausstr.49

Hundsgeschrei – Lesung mit Titus Simon

Während der Novemberpogrome 1938 wurden auch in Württemberg zahlreiche Synagogen und andere jüdische Einrichtungen zerstört. In Erinnerung daran liest Titus Simon aus seinem Roman „Hundsgeschrei“, in dem er die Schicksale dreier hohenlohischer Familien auf raffinierte Weise miteinander verwob. Im Mittelpunkt des für den Deutschen Buchpreis 2013 vorgeschlagenen Romans steht Jakob Winter, der als Jugendlicher nach Riga deportiert wird, überlebt und an der Nachkriegswirklichkeit verzweifelt. Die spannende Erzählung führt auch in die Welt der Hehler, Schieber und Schwarzhändler, die bis zur Währungsreform zwischen Murr und Kocher ihre Geschäfte entfalteten. Der Autor trägt neben Szenen, die in Backnang beheimatet sind, jene Passagen seines Buches vor, die an das Pogrom vor 75 Jahren und die Deportation der Hohenloher Juden im Jahr 1941 erinnern.

Musikalische Begleitung von Erik Beisswenger

Montag, 24. März 2014 | 19.30 Uhr | Soziales Zentrum Käthe

Tag der politischen Gefangenen 2014

Rund um den „Tag der politischen Gefangenen“ am 18. März 2014 organisiert die Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Heilbronn eine interessante Veranstaltungsreihe bei uns:

„Long Distance Revolutionary – A Journey with Mumia Abu-Jamal“

„Mumia: Long Distance Revolutionary“ erzählt die außergewöhnliche Geschichte des Journalisten und Revolutionärs Mumia Abu-Jamal, der fast 30 Jahre lang in der Isolationshaft der Todestrakte von Pennsylvania, USA, gefangen gehalten und dessen Urteil erst Ende 2011 in lebenslänglich ohne Bewährung umgewandelt wurde. Seit seiner Verurteilung 1982 ohne Beweise für den Mord am Polizeibeamten Daniel Faulkner hat sein Fall Amerika entzweit. Die Rechten des Landes haben sich stets einmütig für die Hinrichtung des „Copkillers“ ausgesprochen, für die Linken ist er ein Symbol für Freiheit und Gerechtigkeit.
Long Distance Revolutionary ist ein spannender und bewegender Tribut an einen erstaunlichen Mann, der seit über 3 Jahrzehnten für seine und die Freiheit aller anderen kämpft – aus einer 6 Quadratmeter großen Zelle.

Samstag, 15. März 2014 18.00 Uhr: VoKü und Filmvorführung des Films „Long Distance Revolutionary – A Journey with Mumia Abu-Jamal“ | Soziales Zentrum Käthe Heilbronn


Verdammtlang quer: Zur Geschichte der „Revolutionären Zellen“ und dem Prozess gegen Sonja und Christian

Im November 2013 wurde Sonja Suder in Frankfurt zu einer Haftstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Weil sie sich bereits für längere Zeit in Untersuchungshaft in der BRD und davor in Abschiebehaft in Frankreich befunden hatte, wurde der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt, so dass Sonja nun auf Bewährung frei ist.

In einem über ein Jahr andauernden Verfahren wurde Sonja Suder und Christian Gauger die Beteiligung an militanten Aktionen zur Last gelegt, die in den Jahren 1977 und 1978 durchgeführt wurden.
Es handelt sich dabei um Brand- bzw. Sprengstoffanschläge der Stadtguerilla „Revolutionäre Zellen“ (RZ) gegen die Firma MAN, das Unternehmen „Klein, Schanzlin und Becker“ und auf das Heidelberger Schloss. Sonja wurde zunächst außerdem eine Beteiligung am Überfall auf die OPEC-Konferenz am 21.12.1975 in Wien vorgeworfen.

Während das Verfahren gegen den 71-jährigen Christian aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes eingestellt wurde, tat der Staat auch 30 Jahre nach den Aktionen alles, um Sonja, die konsequent jede Zusammenarbeit mit den Repressionsorganen verweigert, zu verurteilen.
Dabei stützte sich die Staatsanwaltschaft auf die Aussagen des Kronzeugen Hans-Joachim Klein und auf Angaben, die 1978 unter folterähnlichen Umständen bei der Befragung eines schwerverletzten angeblichen RZ-Mitglieds gewonnen worden waren. Sybille S. saß 4 Monate in Haft, weil sie sich weigerte, als Zeugin gegen Sonja und Christian auszusagen.

Wir wollen uns mit der Frage beschäftigen, woher dieser unbedingte Verurteilungswille des Staates gegen militante linke AktivistInnen der 1970er Jahre kommt und welche Strategien es gibt, damit umzugehen.
Bei der Veranstaltung werden VertreterInnen des Soli-Komitees für Sonja und Christian aus Frankfurt über die Geschichte der „Revolutionären Zellen“, den Prozess und die Solidaritätsarbeit berichten.

Montag, 17. März 2014 19.30 Uhr: Veranstaltung zur Geschichte der „Revolutionären Zellen“ und dem Prozess gegen Sonja und Christian | Soziales Zentrum Käthe Heilbronn


Infoveranstaltung zum RAZ Verfahren

Am Mittwoch, den 22. Mai 2013 fanden in Stuttgart, Berlin und Magdeburg bundesweit 21 Hausdurchsuchung im Zuge der Ermittlungen wegen „Mitgliedschaft“ in und „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ (§129) bei neun Beschuldigten statt. Durchsucht wurden neben privaten Wohnräumen auch Arbeitsstellen und Vereinsräumlichkeiten. Den Beschuldigten wird laut Durchsuchungsbeschlüssen vorgeworfen eine Nachfolgeorganisation der militanten Gruppe die Revolutionären Aktionszellen gegründet zu haben und an der Untergrundzeitschrift „radikal“ mitgewirkt zu haben.

Die Akten, die mittlerweile 13 DVDs füllen, offenbaren umfangreichste technische, aber auch persönliche Überwachungen von Personen, Telefonen, Internetanschlüssen und Eingängen von Wohnungen, die belegen sollen, dass die Beschuldigten Teil der vermeintlich “kriminellen Vereinigung” sein sollen.

Oliver R., der sich in Folge der Verurteilung wegen der angeblichen Mitgliedschaft in der „militanten Gruppe“ (mg) und eines Brandanschlages im offenen Vollzug befand, wurde im Rahmen der Durchsuchungen als Beschuldigter in den Geschlossenen Vollzug der JVA Tegel verschleppt. Diese Kriminalisierungsversuche reihen sich in eine lange Liste von Repressionsschlägen ein.

Das „Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen“ wird in der  Veranstaltung auf den aktuellen Stand der Ermittlungen, auf die Hintergründe der Kriminalisierung und den Kontext der Repression eingehen, sowie die Strukturen vorstellen, die kriminalisiert werden.

Donnerstag, 27. März 2014 19.30 Uhr: Infoveranstaltung zum RAZ Verfahren | Soziales Zentrum Käthe Heilbronn

Lesung: Bei Punks auf dem Sofa – Warum Bela B. bei Lidl klaut

Wir freuen uns, Euch heute das Homestory Magazin zu präsentieren.

Seit nunmehr zwei Jahren reisen wir durch die Bundesrepublik, um uns mit verschiedenen Männern mittleren Alters zu treffen. Alle diese Männer sind mehr oder weniger prominent (manche mehr, manche weniger) und die meisten davon spielen in Bands, deren Musik uns seit Jahren begleitet.

Gerade deswegen waren diese Besuche wunderbare Erlebnisse. Oftmals waren wir aufgeregt und in Sorge, man könne uns schlecht behandeln oder gar schlagen. Aber jede Sorge war unbegründet. Alle waren so nett, wie wir es uns gewünscht haben. Und überhaupt niemand war ein Arschloch.

Viele Stunden und Kilometer verbrachten wir in Autos und Zügen, an Bahnhöfen und Tankstellen. Auf Konzerten und in fremden Wohnungen, in Proberäumen und Gastronomiebetrieben. Lange Nächte saßen wir vorm Computer, dachten uns Fragen aus oder hackten die Homestories rein. Zusammenfassend lässt sich sagen:
Es hat sich gelohnt!

22. März 2014 | 20:00 | Soziales Zentrum Käthe

Veranstalter: Unterland Underground

Frauentag am 8. März 2014 in Heilbronn

Am 8. März 2014 ist Internationaler Frauenkampftag! Auch in Heilbronn wird es an diesem Tag Aktionen geben. Um 11.30 Uhr geht es los mit einer Kundgebung auf dem Kiliansplatz. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen bei uns im Sozialen Zentrum, um 17.00 Uhr einen Film über die Frauenrechtsaktivistin und Kommunistin Angela Davis und abends dann noch nettes Beisammensein mit leckerem Essen, Tanz und guter Laune!

 

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