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Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Stadtpolitik

Heilbronn anders machen! Vortrag und Diskussion zu Strategien einer neuen Stadtpolitik mit Akivist*innen der Interventionistischen Linken (iL) Tübingen.

Tübingen macht es vor. Während die Heilbronner Stadtpolitik ihre Augen vor der sich stetig verschärfenden Wohnungsproblematik verschließt, hat die Stadt Tübingen bereits vor Jahren eine Gegenoffensive gestartet. Neben Instrumenten wie der Einrichtung städtebaulicher Entwicklungsbereiche, Bürgerbeteiligung und das Modell der Baugruppen, setzen die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften Tübingens in den letzten Jahren wie in keiner anderen Stadt in Baden- Württemberg Landesmittel zum Bau von Sozialwohnungen ein. Im Zuge der Innenentwicklung entstanden somit auf freien Flächen meist alltagstaugliche Quartiere mit zentralen öffentlichen Plätzen, Nutzungsmischung von Gewerbe und Wohnen und sozialer Mischung von Eigentums- und Sozialwohnungen.

Das sogenannte „Tübinger Modell“ scheint – vor allem aus Heilbronner Perspektive – ein recht progressives stadtpolitisches Programm zu sein. Doch trotz des guten Ansatzes sind die Mieten in Tübingen von 2012- 2016 um 16,6 % gestiegen (vgl. Heilbronn: 22,4%). Der soziale Wohnungsbau der Stadt deckt auch hier nicht den Bedarf und nimmt insgesamt betrachtet ab. Wie auch in Heilbronn gibt es mehr als genug Luxusimmobilien bei gleichzeitigem harten Konkurrenzkampf um günstigen Wohnraum.

Diese ähnlichen Entwicklungen, trotz der unterschiedlichen Herangehensweisen, nehmen wir zum Anlass genauer hinzuschauen. Gemeinsam wollen wir bei der Veranstaltung „Heilbronn anders machen!“ mit den Referent*innen der Interventionistischen Linken Tübingen (iL) einen Blick auf das „Tübinger Modell“ und dessen Grenzen werfen. Wie sehen konkrete Projekte aus, deren Umsetzung eine nachhaltige Veränderung der Stadtentwicklung mit sich bringen? Welche Strategien braucht es, in Anbetracht der immer weiter steigenden Miet- und Immobilienpreise? Wie kann eine andere Stadt, eine Stadt von unten und für alle konkret aussehen?

Kommt vorbei und diskutiert gemeinsam mit uns. Los geht’s am 26. April 2018, um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe, Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn. Eine Veranstaltung der Organisierten Linken Heilbronn (IL)

1. Mai Fest 2018 | 13 Uhr | Soziales Zentrum Käthe

maiflyer_vorderseite_druckTraditionell gehen am 1. Mai viele lohnabhängige Menschen auf die Straßen und demonstrieren für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, gegen Ausbeutung und Unterdrückung und für ein solidarisches Miteinander. Auch in Heilbronn demonstrieren seit Jahren viele Menschen am internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklasse für ihre Rechte.

Wie schon in den letzten Jahren wird es auch am 1. Mai 2018 im Anschluss an die DGB-Demonstration wieder das 1. Mai Fest im Sozialen Zentrum geben. Wir laden alle herzlich ein, diesen Tag im Rahmen unseres Festes gebührend mit uns zu feiern. Mit einem bunten Programm ist für Unterhaltung, Information und das leibliche Wohl gesorgt.

Programm:

  • Workshop des Frauencafé zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“
  • Hausführungen und Vorstellung des Sozialen Zentrums
  • Live Musik mit Kleister (www.kleisterrap.de)
  • (veganes) Essen und Trinken
  • Infostände

1. Mai Fest 2018 | 13 Uhr | Soziales Zentrum Käthe

Wollhausstr. 49, 74072 Heilbronn

Katalonien im Umbruch – Vortrag und Diskussion mit Ralf Streck

Demokratie- oder Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien? Spätestens mit der Festnahme des „legitimen“ katalanischen Präsidenten Carles Puigdemont in Schleswig-Holstein, sind die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland deutlich geworden. Zuvor hatte vor allem das Referendum im vergangenen Oktober und die Reaktionen des spanischen Staates für Schlagzeilen gesorgt: Aussetzung der Autonomie, Zwangsverwaltung aus Madrid, Absetzung der Regierung und Verhaftung von Aktivist*innen und Minister*innen, immer neue Anklagen wegen „Rebellion“. Auch die von Spanien angeordneten Zwangswahlen haben an den Mehrheitsverhältnissen in Katalonien nichts geändert.

Doch warum wollen so viele Katalan*innen die Unabhängigkeit vom spanischen Staat? Was erhoffen sie sich davon? Wie ist die Bewegung für die Unabhängigkeit aufgestellt? Geht es um Nationalismus, oder um Fragen von Demokratie, Selbstbestimmung und Antifaschismus, angesichts der massiven Demokratiedefizite im post-faschistischen Spanien?

Ralf Streck verfolgt als Journalist seit vielen Jahren die Entwicklung in Katalonien und hat die umwälzenden Ereignisse der letzten Monaten auch vor Ort verfolgt. Er wird über die Hintergründe, die aktuelle Situation und die mögliche Zukunft berichten.

Veranstaltung „Katalonien im Umbruch – Vortrag und Diskussion mit Ralf Streck“

02. Mai 2018 | 19.30 Uhr | Soziales Zentrum Käthe

Antifa-Abend

Der Antifa-Abend ist eine Anlaufstelle für alle die sich gegen Nazis und Rassisten engagieren wollen. In offener Runde informieren wir über antifaschistische Mobilisierungen, planen gemeinsam Aktionen und diskutieren über rassistische Aktivitäten in unserer Region. Wer mit uns gegen Rassismus und Faschismus aktiv werden will, ist herzlich willkommen!

Jeden 2. Dienstag im Monat um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn).

Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam aktiv werden!

Weitere Infos auf Facebook oder auf der Homepage der Organisierten Linken Heilbronn (IL)

Was ist eigentlich Feminismus?

Es existieren viele Mythen über den Feminismus: Er sei „männerfeindlich“, wolle eine Herrschaft der Frauen* über die Männer* bewirken, würde vermeintliche Unterschiede zwischen Frauen* und Männern* verstärken, statt zu reduzieren. Gerade in der letzten Zeit wird Feminismus immer wieder als Begründung für rassistische Argumentationen missbraucht. Oder er wird reduziert auf den bürgerlichen Feminismus einer größtenteils weißen und deutschen Mittelschicht. Doch Feminismus ist mehr. Feminismus hat eine lange historische Tradition. Femininstische Bewegungen existieren überall auf der Welt. Feminismus ist nicht der Kampf weißer, wohlhabender Frauen* für ihre Rechte, sondern ein Kampf um die Befreiung aller Menschen vom Sexismus und von den Zwängen der Geschlechter.

Eine Referentin der Antifa-Jugend Göttingen wird uns einen Überblick über die Geschichte des Feminismus und wichtige Denkerinnen und ihre Theorien geben. Im Anschluss wollen wir über Ansatzpunkte für aktuelle feministische Kämpfe diskutieren.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kampagne der Organisierten Linken Heilbronn (IL) und des Frauencafé Heilbronn zum Frauenkampftag 08. März 2018 statt.

 

Vernissage: Freiheit in Deutschland – Fotografien zu Flüchtlingssituationen

In den letzten Monaten hat Getup Heilbronn eine Ausstellung entwickelt, welche noch bis Ende Februar jeden Mittwoch von 18 bis 21 Uhr und freitags von 19 bis 22 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe betrachtet werden kann.

 

In den letzten Monaten hat Getup Heilbronn eine Ausstellung entwickelt, welche am Samstag, 13. Januar um 17 Uhr mit einer kleinen Vernissage im Sozialen Zentrum Käthe eröffnet wird. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.

Das Fotoprojekt von „Get Up! Heilbronn*“ zeigt eine Annäherung an verschiedene Flüchtlingssituationen in Heilbronn und Umgebung. Es ging um das Erfassen unterschiedlicher Empfindungen angesichts der ungeklärten Situation, in der sich noch viele Flüchtlinge befinden. Außerdem beleuchtet Sie verschiedene Perspektiven auf Themen wie Zukunft, Orientierung, Entscheidungsfreiheit, Identität, Wohnsituation, Teilhabe und Ausgrenzung.

Weitere Infos hier.

 

 

Was geht in Katalonien? Reisebericht und Diskussion

In Katalonien wurde am 1. Oktober über die Unabhängigkeit der Autonomie-Region von Spanien abgestimmt. Die Lesarten des Konflikts um das Referendum könnten unterschiedlicher kaum sein. Während die spanische Regierung das Referendum für illegal erklärt hat und mit allen Mitteln verhindern wollte, spricht die katalanische Regierung von einem demokratischen Recht auf Selbstbestimmung. Als Reaktion auf die massive Gewalt der spanischen Guardia Civil fand am 3. Oktober in ganz Katalonien ein Generalstreik statt. Mitglieder der Organisierten Linken Heilbronn (IL) waren vor Ort, haben das Referendum beobachtet, sich am Generalstreik beteiligt und mit verschiedenen Akteur_innen der linken Unabhängigkeitsbewegung getroffen.

In einem Reisebericht werden sie ihre Erfahrungen schildern und es gibt Raum für gemeinsame Diskussion. Los geht’s am Freitag, 13. Oktober 2017 um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn).

Lieber brunch ich als G20!

Spring nosh-upDer G20-Gipfel liegt einige Monate zurück. Viel wurde darüber berichtet, Positionen ausgetauscht, Meinungen gebildet und auch die ersten Verfahren gegen Genoss*innen wurden im Eiltempo durchgezogen. Wir wollen mit etwas Abstand in lockerer Atmosphäre wieder einen Blick auf die Tage in Hamburg werfen. Was waren unsere Erlebnisse, was sind die Einschätzungen zu den Folgen der medialen Berichterstattung, was wird bleiben von den Aktionen, wie weiter nach #NoG20 Hamburg?

Für alle die nicht dabei sein konnten oder wollten ist das auch der Ort die Diskussion zu suchen und einen Austausch zu den verschiedenen Standpunkten zu ermöglichen. Es gibt nicht die eine Wahrheit in Bezug auf Hamburg, umso wichtiger ist der gemeinsame Diskurs.

Wir beginnen ab 10 Uhr mit dem Mitbring-Brunch. Das Essen ist gegen Spende erhältich. Alles Geld was gespendet wird geht an von Repression betroffene Genoss*innen. Kommt vorbei und lasst uns diskutieren!

Sonntag, 8. Oktober 2017 // ab 10.00 Uhr // Soziales Zentrum Käthe

Veranstaltet von: Organisierte Linke Heilbronn (IL)

Abschiebung in den sicheren Krieg? – Lebensbedingungen in Afghanistan und die deutsche Asylpolitik

hp_plakat_finalFlüchtlingspolitik a la de Maizière: Während die Zahl der Toten in dem seit fast 40 Jahren dauernden „Bürgerkrieg“ in Afghanistan gerade in den letzten drei Jahren stark gestiegen ist, wurde in einem EU-Deal mit der afghanischen Regierung die geplante Abschiebung von 80.000 afghanischen Staatsbürger*innen erkauft. Die Anerkennungsquote von afghanischen Geflüchteten im Asylverfahren sank im vergangenen Jahr von 55,8 Prozent (2016) auf 44,3 Prozent (2017). Allein in diesem Jahr wurden bisher 45.000 Asylanträge von afghanischen Geflüchteten abgelehnt. Trotz erheblicher individueller Verfolgungsgründe und trotz dem verschärften Kriegszustand in Afghanistan verweigern die deutschen Asylbehörden in über der Hälfte aller Fälle den notwendigen menschenrechtlichen Schutz. Sie bedrohen die Betroffenen mit Abschiebung und nötigen sie zur gerichtlichen Klage. Die monatlichen Sammelabschiebungen nach Afghanistan wurden erst ausgesetzt, nachdem ein Bombenanschlag Ende Mai mit 150 Toten die Deutsche Botschaft in Kabul zwischenzeitlich handlungsunfähig machte. Und jetzt wurden sie – kurz vor der Bundestagswahl – wieder aufgenommen, obwohl es den angekündigten neuen Lagebericht des Auswärtigen Amts immer noch nicht gibt.

Die Abschiebungen nach Afghanistan sind hierbei nur die Spitze des Eisbergs. Nach der sogenannten Flüchtlingskrise sind die Abschottung der Grenzen und die Abschiebung von Geflüchteten zur Staatsräson Nr. 1 geworden. Während Despoten wie Erdogan und libysche Mafiosi Flüchtlinge von der Flucht über das Mittelmeer abhalten sollen, besorgen die deutschen Innenminister das „Rückkehrmanagement“. Der Erfolg von Flüchtlingspolitik wird dabei in Abschiebezahlen gemessen und der baden-württembergische Innenminister Strobl ist hierbei so eifrig, dass er „nicht mehr viel Luft nach oben“ sieht.

Friederike Stahlmann ist Doktorandin am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle (Saale). Sie beschäftigt sich seit 2002 schwerpunktmäßig mit Afghanistan und hat längere Zeit vor Ort gearbeitet und geforscht. Für britische Gerichte arbeitet sie als Gutachterin in Asylverfahren zu Afghanistan und hat dadurch aktuelle Einblicke in die Abschiebepraxis.

Veranstalter: Organisierte Linke Heilbronn (IL)

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Antirassistischen Netzwerks Baden-Württemberg. Weitere Veranstaltungen am am 7.10. in Konstanz, am 8.10. in Wiesloch, am 10.10. in Karlsruhe.

Mehr Infos: www.stop-deportation.de

UNO statt G20! Solidarische Politik statt Freihandel!

Die Auswirkungen der Globalisierung sind Hunger, Ausbeutung und Kriege. Auch das Lohndumping und der Privatisierungsdruck in Deutschland und Europa gehören zum weltweiten Konkurrenzkampf um Marktanteile. Das Treffen der G20 machte die Machtfülle der führenden Staaten deutlich. Doch was kann dem entgegengesetzt werden? Welche Konzepte für eine friedliche und solidarische Welt hält DIE LINKE dagegen?
Heike Hänsel, die als entwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion weltweit mit den Auswirkungen des neoliberalen Freihandels zu tun hat und als langjährige Friedensaktivistin einen besonderen Fokus auf die Entstehung von Kriegen legt, wird die Zusammenhänge erklären. Gemeinsam wollen wir dann diskutieren und gemeinsam Fragen zu Globalisierung, Ausbeutung und Kriege zu beantworten.

Heike Hänsel (stellv. Fraktionsvorsitzende der LINKEN) trifft unseren Bundestagskandidaten Konrad Wanner!

30. August 2017 | 19.30 Uhr | Soziales Zentrum Käthe, Wollhausstr. 49, 74072 Heilbronn

Eine Veranstaltung von DIE LINKE Kreisverband Heilbronn-Unterland.

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