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Solidarität mit dem Club Alpha 60 e.V.!

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde am Club Alpha 60 e.V. in Schwäbisch Hall Feuer gelegt. Mit Brandbeschleuniger wurde wiederholt versucht die Lärmschutzwand in Brand zu setzen, was beide Male schnell genug gelöscht werden konnte und ein Übergreifen auf das Club-Gebäude verhindert wurde.

Der Angriff auf das Club Alpha 60 ist ein Angriff auf demokratische Teilhabe, ehrenamtliches Engagement, nicht-kommerzielle Kunst, Kultur und linke Politik, die in den Räumen und im Verein gelebt werden. Als Soziales Zentrum Käthe solidarisieren wir uns mit dem Club Alpha 60, verurteilen den Angriff auf das selbstverwaltete soziokulturelle Zentrum und fordern die vollständige Aufklärung der Brandstiftung!

Soziales Zentrum Käthe, Heilbronn, Nov. 2021

Weitere Informationen gibt es unter: https://www.clubalpha60.de/archiv.php im „Statement zur erneuten Brandstiftung im Club Alpha“.

Unterstütze die Käthe in Heilbronn!

Das Soziale Zentrum Käthe Heilbronn hat während der Corona-Krise geschlossen. Als selbstverwaltetes Zentrum, das finanziell unabhängig ist, sind wir dringend auf die Unterstützung vieler solidarischer Menschen angewiesen!

Wer wir sind

Das Soziale Zentrum Käthe ist ein selbstverwaltetes Zentrum für linke Politik, Kultur und kollektives Wohnen. Wir stellen Räumlichkeiten und Infrastruktur für verschiedene Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen zur Verfügung.  Unser Haus ist finanziell und organisatorisch unabhängig von staatlichen Institutionen und Parteien und wird ausschließlich von denen verwaltet, die es nutzen, weiterentwickeln und mit Leben füllen.

Krisenmodus

Die Corona Krise legt aktuell das öffentliche Leben weitestgehend lahm. Die privatisierte Pflegeinfrastruktur droht auch in Deutschland über ihre Belastungsgrenze zu kommen. Wir sind davon überzeugt, dass wir jetzt alle gefragt sind die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und diejenigen zu schützen, denen das Virus gefährlich werden kann. Aus diesem Grund finden im Sozialen Zentrum Käthe bis auf weiteres keine Veranstaltungen statt.

Durch diese Entscheidung stehen wir vor einer großen Herausforderung. Drei viertel unserer monatlichen Miet- und Nebenkosten werden durch monatliche Daueraufträge getragen. Ein viertel finanzieren wir durch Getränkeeinahmen bei öffentlichen Veranstaltungen und Treffen. Diese Einnahmen brechen nun für unbestimmte Zeit weg.

Solidarisch durch die Krise! 
Wir sind uns sicher, dass es gerade nach der Corona Krise solidarische Orte wie das Soziale Zentrum Käthe benötigt. Orte, an denen kleine politische Initiativen kostenlos einen Raum für Treffen und Veranstaltungen finden. Bündnisse sich vernetzen und planen können. Refugee Solikreise oder Beratungsstellen Platz finden zum kochen und austauschen. Ein unkommerzieller Raum für Kunst und Kultur. 

Damit dies auch weiterhin möglich ist, sind wir dringend auf die Unterstützung vieler solidarischer Menschen angewiesen. Es fehlen aktuell 400 € an monatlichen Daueraufträgen. Jeder Euro zählt und ermöglicht uns den Erhalt und Ausbau des Sozialen Zentrum Käthe!

Dauerauftrag einrichten:
Kulturinitiative Heilbronn e.V.
Bank: GLS Bank
IBAN: DE79 4306 0967 7018 5733 00
BIC: GENODEM1GLS

oder Einzugsermächtigung downloaden, ausfüllen und senden an:
Soziales Zentrum Käthe
Wollhausstraße 49
74072 Heilbronn

oder über unsere Kampagne auf „Betterplace.org“ spenden.

Vortrag: „Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!“ – Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand ab 1933

umschlag_rhd_seite_1Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine große linke Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. Trotz ihrer engen Verbindung zur KPD unterstützten Menschen aus verschiedenen Spektren der ArbeiterInnenbewegung ebenso wie linke Prominente die Hilfe für die politischen Gefangenen und ihre Familien oder einzelne Kampagnen der Roten Hilfe.

Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-AktivistInnen in der Illegalität weiter – teils in losen Zusammenhängen, teils in gut vernetzten Kleinzellen, die mit dem Zentralvorstand und den zuständigen Bezirksleitungen in Austausch standen. Für die zahllosen KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen wurden Spenden gesammelt, verfolgte AktivistInnen und untergetauchte FunktionärInnen mussten mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich über die Grenze ins Exil gebracht werden. Im benachbarten Ausland organisierten Büros der RHD Schlafplätze und materielle Hilfe für die EmigrantInnen und unterstützten die konspirativen Gruppen im Reichsgebiet mit Druckschriften und Geld. Die Widerstandsgruppen der Roten Hilfe erstellten Zeitungen und verteilten Flugblätter, die zum Protest gegen den NS-Terror aufriefen und die praktische Solidaritätsarbeit propagierten.

Im antifaschistischen Untergrund ab 1933 waren auffallend viele Frauen aktiv, die nach den Verhaftungen prominenter – meist männlicher – RHD-Mitglieder zentrale Funktionen in der Organisation übernahmen, aber auch „unauffällige“ Hintergrundarbeit leisteten. Selbst nach der offiziellen Auflösung der Roten Hilfe Deutschlands im Jahr 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort.

Mit dem Vortrag soll der heute fast vergessene Widerstand der Roten Hilfe gegen den NS-Terror in Erinnerung gerufen werden.

Die Referentin Silke Makowski (Hans-Litten-Archiv) ist Verfasserin der im September 2016 erschienenen Broschüre „‚Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!‘ – Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933“, in der das Thema erstmals ausführlich behandelt wird.

Prof. Dr. Kurt Pätzold: Schlafwandelnd in den Krieg? Der Erste Weltkrieg – Ursachen und aktuelle Kontroversen

kurt pätzoldMan konnte es vorher wissen: «Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – , und Wehe dem, der zuerst die Lunte an das Pulverfass schleudert!» So Helmuth von Moltke, ehemaliger Generalstabschef, 1890 im Reichstag. Fast ein Vierteljahrhundert später war der Krieg da – angeblich hatte keiner ihn gewollt. Doch merkwürdig: Im Sommer 1914 wusste die Reichsregierung schon ganz genau, welche Ziele sie verfolgte – die Kriegsziele standen bereits fest. Die Rolle der deutschen Regierung bei der Verursachung des Ersten Weltkrieges galt seit den 1960er Jahren als geklärt. Aber seit der Veröffentlichung eines Buches des australischen Historikers Clark findet –in der öffentlichen Debatte– ein Rückfall hinter frühere Erkenntnisse statt. Fragen nach Kriegsschuldigen, Interessen und Profiteuren gelten jetzt als antiquiert. Kurt Pätzold klärt auf, über die Ursachen des Ersten Weltkrieges und die Hintergründe der aktuellen Kontroversen.


Freitag, 23. Januar 2015, 19.30 Uhr | Soziales Zentrum Käthe | Wollhausstrasse 49 | Heilbronn
Veranstalter: Organisierte Linke Heilbronn (OL) und Rosa-Luxemburg-Club Heilbronn

Infoladen

Infoläden sind seit den 1980er Jahren bundesweit wichtige Anlaufpunkte für politische Aktivist*innen und Interessierte. Sie verbreiten und archivieren die Materialien sozialer und linker Bewegungen und werden von Leuten betrieben, die sich selbst als Teil dieser Bewegungen verstehen.

In Heilbronn gab es bis Anfang der 1990er Jahre einen Infoladen in der Mozartstraße im Bahnhofsviertel. Fast zwanzig Jahre lang existierte danach keine feste Räumlichkeit und Infoladen-Struktur mehr. Von 2010 bis 2012 war der Heilbronner Infoladen in der Dammstraße beheimatet und seit September 2013 befindet er sich im Erdgeschoss des Sozialen Zentrums Käthe in der Wollhausstraße.

Bei uns findet ihr stets aktuelle Flugblätter, Zeitschriften, Broschüren, Plakate, Bücher und politische Bekleidung mit Stil. Die Sachen können gegen Spende abgegeben, vor Ort gelesen oder auch ausgeliehen werden.

Wir betrachten den Infoladen als strömungsübergreifendes und pluralistisches Projekt und stellen u.a. Material zu folgenden Themen zur Verfügung:

  • Antifaschismus und Antirassismus
  • Kapitalismuskritik und Klassenkampf
  • Feminismus, Antisexismus, Gender
  • Krieg und Antimilitarismus
  • Internationale Bewegungen
  • Repression und politische Gefangene
  • Geschichte linker und revolutionärer Bewegungen
  • Ökologie

Eine Auswahl der Zeitschriften, die ihr bei uns findet:

Das Wissen um die eigene Geschichte und der Bezug auf sie sind wichtig für fortschrittliche Bewegungen. Nur so kann der heutige Zustand verstanden, aus Fehlern gelernt und auf bereits geführten Diskussionen und Erfahrungen aufgebaut werden. Deshalb sammeln und ordnen wir in unserem Archiv auch Dokumente zur Geschichte und Theorie der Linken und ihren verschiedenen Arbeitsfeldern. Wenn Ihr also z.B. ein Referat über die sozialistische Frauenbewegung vorbereiten müsst, Infos für die lokale Antifa- Arbeit sucht oder Euch mit der Geschichte linker Kämpfe beschäftigen wollt, können wir Euch  – sehr wahrscheinlich – weiterhelfen. Ihr könnt bei uns nachlesen, recherchieren, und nach Absprache Kopien anfertigen oder Material ausleihen. Sprecht uns einfach an oder schreibt eine Mail!

Öffnungszeiten:

Freitags 19.00 – 22.00 Uhr und bei fast allen Veranstaltungen und offenen Treffen im Sozialen Zentrum KätheCSR_014

Kontakt:

Infoladen Heilbronn
Wollhausstr. 49
74072 Heilbronn

Email: infoladen[at]sz-kaethe.org
www.infoladen.sz-kaethe.org