Tag Archives: Organisierte Linke Heilbronn (IL)

Buchvorstellung und Diskussion – Ein feministischer Blick auf Neue Klassenpolitik

Veranstaltung am 14. März 2019 um 18:30 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe, Wollhausstr. 49, 74072 Heilbronn.

„Neue Klassenpolitik” entwickelte sich 2018 zum Schlagwort einer Debatte, die von der Linkspartei, über die Bewegungslinke bis zur organisierten Mieter*innen oder Arbeitskampfgruppen geführt wird. In einem Sammelband hat analyse und kritik über 30 Beiträge zum Thema versammelt – darunter auch der Beitrag „Mehr als nur angehängt”. In diesem wird für eine andere, eine feministische Perspektive auf Neue Klassenpolitik plädiert. Erstmals wieder streiken Frauen 2018 am 8 März, denn auch in der BRD geht es nicht nur um „equal pay” oder die Repolitisierung von Haus- und Sorgearbeit. Hat Neue Klassenpolitik also eine feministische Praxis gefunden? Was genau heißt es, Feminismus nicht nur als „Anhängsel” einer Neuen Klassenpolitik zu sehen? Und was hat es eigentlich mit der Debatte um Neue Klassenpolitik auf sich?

Referentinnen:
Ines Schwerdtner, Redakteurin beim Ada-Magazin und Autorin des Beitrags „Mehr als nur angehängt”
und
Hannah Eberle, Geschäftsführerin bei analyse und kritik und Autorin des Beitrags “Was Erwerbslose und Prekäre eint”.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit “Analyse und Kritik – Zeitung für linke Debatte und Praxis” statt.

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IL-Tresen #4 Das “Polizeiaufgabengesetz”- Rück- und Ausblick

Bayern hat es beschlossen, NRW will es abschreiben und Seehofer findet Gefallen daran. Die Rede ist vom neuen „Polizeiaufgabengesetz“(PAG) nach bayrischer Prägung. Unter dem Vorwand, der neuen EU- Datenschutzrichtlinie gerecht zu werden, wurde in Bayern das „Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Bayerischen Staatlichen Polizei” (BayPAG) überarbeitet und trotz großer Proteste am 15. Mai 2018 im bayrischen Landtag von der CSU- Regierung verabschiedet. Damit hat Bayern nun das „härteste Polizeigesetz seit 1945“ (https://netzpolitik.org/2018/das-haerteste-polizeigesetz-seit-1945-soll-heute-in-bayern-beschlossen-werden/).

Bei unserem IL-Tresen im Juni wird es einen kurzen Input zu den Inhalten des neuen bayrischen PAG geben. Im Anschluss daran wollen wir diskutieren, in welchem Kontext der Diskurs um die Gesetzesverschärfung steht und wie wir uns dazu verhalten. Denn es ist klar, dieser Vorstoß ist nur der Wegbereiter für weitere Verschärfungen auf Landes- und Bundesebene, die mit dem rechten Law-and-Order Populismus durchgeboxt werden.

Los geht‘s am 15. Juni 2018, um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe.

 

Die Organisierte Linke Heilbronn (IL) lädt zum IL- Tresen! Jeden dritten Freitag im Monat kommen wir im Sozialen Zentrum Käthe zusammen. Gemeinsam mit euch wollen wir über aktuelle Themen diskutieren, einen Blick in die Vergangenheit werfen, uns an der Leinwand der Utopie austoben und uns über die Grenzen des eigenen politischen Horizonts hinweg austauschen.

IL-Tresen #3 – Was ist heute noch antagonistisch?

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Die Zeiten haben sich geändert. Die Studentenbewegung der 68er, die militanten Strukturen der 70er und 80er Jahre, autonome Hausbesetzer*innenbewegung und nicht zuletzt der militante Antifaschismus der 90er Jahre, sie alle sind – um es platt auszudrücken – Geschichte. Geblieben ist der Anspruch einer radikalen Linken, unversöhnlich und als antagonistischer Gegenspieler den bestehenden Verhältnissen gegenüber zu stehen. Doch (um es mit den Worten unserer Frankfurter Genoss*innen auszudrücken):

„Die geographische Mehrheit der radikalen Linken hat jahrelang in der verhältnismäßig privilegierten Position gelebt, […] dass uns, trotz oder gerade wegen unseres politischen Engagements, Türen offen und Gelder für Großkampagnen zur Verfügung standen – und in gewissem Umfang individuelle Karrierewege nicht nur trotz, sondern manchmal sogar wegen einer Phase des Aktivismus zwischen dem 20sten und 30sten Lebensjahr möglich waren.“

Mit der Verschiebung des gesellschaftlichen Diskurses nach rechts, stehen diese linksradikalen Privilegien jetzt im Fokus. Wir wollen dabei zwei Phänomene betrachten und diskutieren. Zum einen wird die radikale Linke mit der Wahrung des Bestehenden gleichgesetzt und nicht als Gegenspieler des kapitalistischen Systems erkannt. Ihre Politik stellt keine Option für Menschen dar, die nicht über die eigene Szene politisiert werden oder deren Lebensrealität sich über die Jahre verändert hat. Zum anderen folgt auf einen radikalen Aktivismus in jüngeren Jahren häufig der Übergang ins Private und/oder in etablierte Organisationen, Gewerkschaften und Parteien. Damit scheint sich die äußere Betrachtung zu bestätigen, dass der antagonistische Anspruch nicht authentisch ist, da er einfach aufgegeben werden kann.

Deswegen fragen wir uns, wie sieht unter den gegeben Umständen antagonistische Politik aus? Wie kann eine radikale Linke authentisch für einen Bruch mit einem System stehen, von dem sie derzeit selbst profitiert? Inwieweit ist in linksradikalen Zusammenhängen das private noch politisch und fängt nicht genau hier eine nachhaltige, antagonistische Politik an? Wie muss kollektives Leben und Handeln gestaltet werden, um als Perspektive aus der Vereinzelung in der neoliberalen Gesellschaft begriffen zu werden?

Diese und tausend weitere Fragen stehen im Raum, lasst uns darüber diskutieren. Kommt zum IL-Tresen am 18. Mai 2018, um 19 Uhr ins Soziale Zentrum Käthe (Wollhausstraße 49, 74072 Heilbronn).

Die Organisierte Linke Heilbronn (IL) lädt zum IL- Tresen! Jeden dritten Freitag im Monat kommen wir im Sozialen Zentrum Käthe zusammen. Gemeinsam mit euch wollen wir über aktuelle Themen diskutieren, einen Blick in die Vergangenheit werfen, uns an der Leinwand der Utopie austoben und uns über die Grenzen des eigenen politischen Horizonts hinweg austauschen.

IL-Tresen – Thema: Geschichte des 1. Mai

il_tresen_bildDie Organisierte Linke Heilbronn (IL) lädt zum IL- Tresen! Jeden dritten Freitag im Monat kommen wir im Sozialen Zentrum Käthe zusammen. Gemeinsam mit euch wollen wir über aktuelle Themen diskutieren, einen Blick in die Vergangenheit werfen, uns an der Leinwand der Utopie austoben und uns über die Grenzen des eigenen politischen Horizonts hinweg austauschen.

Dieses Mal geht es um die Geschichte des 1. Mai.

IL-Tresen

Beim ersten IL-Tresen der Organisierten Linken Heilbronn (IL) am 16. März 2018 geht es um den Tag der politischen Gefangenen am 18. März. Den Input für die Diskussion liefert ein Genosse der Roten Hilfe Heilbronn. Er beschäftigt sich bereits seit Jahrzehnten mit der Repression des Staates gegen fortschrittliche Bewegungen und ebenso lange leistet er aktive Solidaritätsarbeit. Gemeinsam wollen wir diskutieren was es bedeutet von Repression betroffen zu sein, wie sich Solidarität organisieren lässt und was wir aus vergangenen Kämpfen lernen können. Nebenbei wird es auch viele spannende Einblicke in die linke Geschichte Heilbronns geben. Los geht‘s um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe.

Was ist der Tag der politischen Gefangenen?

Der 18. März hat eine lange Tradition in der Geschichte der revolutionären Arbeiter*innenbewegung und des Widerstands gegen die bestehenden Verhältnisse. Am 18. März 1871 begann der Versuch der „Pariser Kommune“, eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung aufzubauen. Mit massiver Repression und Brutalität wurde dieser Versuch niedergeschlagen. Im Jahr 1923 erklärte die „Internationale Rote Hilfe“ den 18. März zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“ und 1996 wurde dies durch die Gruppe „Libertad!“ und die „Rote Hilfe e.V.“ wieder aufgegriffen. Seitdem finden jedes Jahr überall in der BRD Aktionen und Veranstaltungen zum 18. März statt.

 

Die Organisierte Linke Heilbronn (IL) lädt zum IL- Tresen! Jeden dritten Freitag im Monat kommen wir im Sozialen Zentrum Käthe zusammen. Gemeinsam mit euch wollen wir über aktuelle Themen diskutieren, einen Blick in die Vergangenheit werfen, uns an der Leinwand der Utopie austoben und uns über die Grenzen des eigenen politischen Horizonts hinweg austauschen.